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Steigen wir ein mit dem Klappentext:

»… ich fürchte, du verstehst nicht ganz. Du bist von einem Auto überfahren worden, und das hast du nicht überlebt. Vielleicht ist es meine Schuld, dass du jetzt in meinem Kopf weitermachst. Dass du dort deine Biografie weiterschreibst, als wäre nichts geschehen. Es stimmt zwar, dass sich die Welt, in der du zu leben glaubst, nicht sehr von der Welt unterscheidet, die ich kenne. Vielleicht ist es sogar dieselbe, nur mit dem einen Unterschied, dass deine Welt nicht real ist.«

„Privatdetektiv Raphael Dekker und seine Assistentin Shanja Osiris fliegen zum ,Wanderer‘, einem ausgehöhlten, zum Wellness-Paradies ausgebauten Asteroiden. Ihr Auftrag lautet, die Konzernerbin Pauline Lasalle dem Einfluss ihrer sprituellen Lehrerin zu entziehen und sie auf die Erde zurückzubringen. Als Dekker unter Mordverdacht gerät, sucht er Zuflucht im Smaragd-Labyrinth – einem mysteriösen Ort, der ein Tor zu anderen Dimensionen birgt. Es beginnt eine atemlose Tour de Force durch alternative Realitäten, die allesamt in ein apokalyptisches Szenario münden. Doch um die Zerstörung der Erde zu verhindern, muss Dekker zuerst seine wahre Identität herausfinden. Und sich der unbequemen Frage stellen, ob nicht er derjenige ist, der den Weltuntergang verursachen wird.“

Wer ist dieser Raphael Dekker? In der ersten Häfte des Romans ist diese Frage noch leicht zu beantworten. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse und man folgt Raphael in ein surreales Labyrinth, in dem Identitäten, Ereignisse und Visionen auf scheinbar chaotische Weise ineinander stürzen. Die Grenzen zwischen Innen- und Außenwelt zerfließen, sodass dem Leser der Boden unter den Füßen weggezogen wird, kaum dass er sich auf eine neue Realität eingelassen hat.

„Love Planet“ ist eine Verneigung vor dem großen Philip K. Dick. Ein Puzzle, das den Leser herausfordert, ein Labyrinth aus alternativen Realitäten zu entwirren. Die Leichtigkeit, mit der die Geschichte erzählt wird, sorgt jedoch dafür, dass der Lesespaß nicht zu kurz kommt.