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Illustration: Tithi Luadthong (123rf)

 

Offiziell läuft dieser Titel bei mir unter „Science Fiction“, doch bei vielen anderen Romanen, die mit diesem Label versehen sind, kommt „Science“ praktisch nicht darin vor. Von daher würde sich Eisenschön eher als opulenter Fantasy-Roman bezeichnen lassen, der in ferner Zukunft angesiedelt ist und auf Raumschiffen und fremden Planeten spielt.

Hier erst mal der Klappentext:


„Auf der Flucht vor seinen Widersachern heuert der abgehalfterte Söldner Arto Hyffar auf dem Raumschiff der faszinierenden Leto an. Er wird zum unfreiwilligen Verbündeten der unberechenbaren, von grausamen Dämonen gepeinigten Amazone und zieht in den Kampf gegen einen lebensfeindlichen Kult, der die Völker der Galaxis in ewige Finsternis zu stürzen droht. Doch in diesem Kampf kann er nur bestehen, wenn er sich dem namenlosen Schecken stellt, der in seinem eigenen Inneren lauert.

Es sind einsame, verzweifelte und besessene Einzelkämpfer, die das Personal dieser Space Opera bilden. Auf der Suche nach Erlösung und dabei stets den Abgrund vor Augen, der sie eines Tages unweigerlich verschlingen wird, bahnen sie sich ihren Weg durch ein chaotisches, feindseliges Universum, das von skrupellosen Handelsfürsten, korrupten Ordnungsmächten und okkulten Religionen beherrscht wird. Daraus entspinnt sich ein archetypisches Drama, das durch seinen lakonischen Erzählstil und seine melancholische Grundstimmung einen düsteren Charme entfaltet. Wer „Star Wars“ zu familientauglich und „Guardians of the Galaxy“ eine Spur zu albern findet, könnte an diesem Sci-Fi-Noir also durchaus Gefallen finden.“


Auf amazon.de habe ich eine schöne Leserrezension gefunden, die ich hier in Auszügen wiedergebe. Vor allem die Analyse meiner „schriftstellerischen Intention“ (ich weiß, das klingt grauenhaft) hat mir gefallen. Ich erkenne mich darin wieder, mehr kann man als Autor nicht erwarten:


(...) Das Raumschiff von Leto, die Eisenschön, ist ein von Außerirdischen konstruiertes sehr altes Schiff, das auf Grund seiner verwinkelten Topologie und der Tatsache, dass es ursprünglich nicht für Menschen konstruiert wurde, einen kafkaesken Eindruck vermittelt. Mit dem Schiff und seiner relativ großen Besatzung reist Leto zum Zeitpunkt des Beginns der Handlung herum, ohne dass die Mannschaft genau weiß warum und wohin. Diese Mannschaft selbst erscheint wie ein Raritätenkabinett. Jeder Charakter, den man sich nur vorstellen kann, ist vertreten - von der außerirdischen PSI-Telepathin, über den alten General, die junge mit elektrotelepathischen Kräften ausgestattete Schöne, vom jungen aufstrebenden Pilot bis zur Krankenschwester, deren Weg sich in der Vergangenheit schon mit dem Artos gekreuzt hat.

Der Autor findet offensichtlich Gefallen daran, typische Genre-Standardsituationen aneinander zu reihen um ihnen dann einen neuen Twist zu geben, durch Übersteigerung oder andere überraschende Wendungen. Auch Götter spielen mit, so dass man sich zeitweise vorkommt, als handle es sich in Teilen um Fantasy, und das im Weltraum - sehr abwechslungsreich. Trotz einer präzisen Detailverliebtheit wirken die Protagonisten auf ihre Art glaubhaft und authentisch.

(...) Die Geschichte vom ehemaligen Söldner Arto startet so klischeehaft, wie es nur irgendwie möglich ist. Man meint fast, dass es der Autor darauf anlegt kein Klischee auszulassen, um es dann zu übersteigern. Gleichzeitig wird das in einer formvollendeten und sehr ausdrucksstarken Sprache erzählt. Dieser Widerspruch aus Pulp im Geschehen und der schönen Sprache ist nur einer, aus denen das Buch seine Spannung schöpft.
(...)  Zusammenfassend kann ich das Buch Lesern gehobener pulpiger Literatur mit bizarrem Einschlag und überraschenden Turns bei der Handlung nur empfehlen.“